Grüße aus dem Weserbergland
 Grüße aus dem Weserbergland

 

 

 

Abbildung 192

„Aphrodite die Schaumgeborene“

Quelle: Privates Bildarchiv

Bildbearbeitung und Text,

Urheber: O Jung

 

 

Abbildung 192a

„Die Geburt Pallas - Athena“ Alchimistische Allegorie, Kupferstich aus Michael Majer, Scrutinium Chymicum, Frankfurt, 1687.
Bildbearbeitung und Text,

Urheber: O. Jung

 

Die Geschichte die der Künstler auf diesem Bilderrätsel erzählt, basiert auf einem griechischen Mythos. Hephaistos, der Gott der Schmiedekünste, spaltet darin mit einer Axt den Kopf des Göttervaters Zeus. Aus der Öffnung kam die nackte Pallas Athene hervor. Sie wurde als Göttin der Weisheit und des Sieges verehrt.

 

Das Wort Pallas bedeutet in etwa: „Die Jungfrau als Vorkämpferin in vorderster Linie“. Athena stammt aus vorgriechischer Zeit und wird mit „Gebieterin, Beherrscherin“ übersetzt. Attribute die darauf verweisen, dass sie die Richtung vorgibt. Wie beim Menschen symbolisiert Nacktheit die Ursprünglichkeit, (die nackten Tatsachen).

 

Daher sind das Paar Pallas Athena, wie Eva, Aphrodite und Venus, ebenfalls personifizierte Sinnbild für das Begehren nach Leben und Lust. Am Anfang der Welt nach Leben, später nach Lust und Wissen. Zuletzt nach Weisheit um sich mit Gott zu einen. Weil Zeus das Feuer, oder den flammenden Blitz, in der rechten Hand hält, und sich auf einen Greif (Schwingung im Äther) stützt, symbolisiert er hier die handelnde Ursache der Schaukraft. Die Schwingungen die die Geistesblitze in der seelischen Welt hervorbringen.

 

Die gegebene Erklärung des Bildes lautet: „Es regnete Gold, als Pallas in Rhodos geboren wurde, und Sonne und Venus vereinigten sich. Ein Goldregen fällt auf sie nieder. Wie die Sonne erhebt sich das Haupt einer Statue des Apollo im Hintergrund über den Horizont. Apollo selbst umarmt Venus in einem rasch aufgeschlagenen Zelt. Beide werden von Eros beobachtet. Dies ist ein Wunder; seine Wahrheit wird durch die Griechen bestätigt. Das Ereignis wurde in Rhodos gefeiert, und es heißt, daß ein goldener Regen aus den Wolken strömte“.

 

Gold steht in der Symbolik immer für das Unvergängliche. Eine Seinsweise in der es kein Werden und Vergehen und daher auch keinen Kreislauf der Wiedergeburten gibt. Diesen Zustand in sich herbeizuführen war das einzig erstrebenswerte Ziel der Weisen. Dabei waren alle Begierden hinderlich. Wollte der Adept, dass ihm in Bezug auf das Unvergängliche (Gold) ein Licht aufgeht (Sonnenstrahlen), musste er sein „Feuer der Leidenschaften“ in die Schranken verweisen und schließlich mit seinem messerscharfen Verstand abtöten. Dann umarmt Apollo, der Gott des Lichts, Venus in einem aufgeschlagenen Zelt und Sonne (Schaukraft) und Venus (Begehren) vereinigen sich.

 

Physikalisch sind sowohl für das Begehren, als auch für die Schaukraft jeweils Schwingungen verantwortlich. Auf der höchsten Bewusstseinsstufe kann der „Erkennende Geist“ dafür sorgen, dass sie sich gegenseitig neutralisieren. Das entspricht dem Eingehen eines „Erwachten“ (Buddha) ins Nirwana, oder des „Brahmanen“ in brahman. Ein Zustand, über den in Ermangelung von Merkmalen keine Aussagen möglich sind.

 

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