Grüße aus dem Weserbergland
 Grüße aus dem Weserbergland

Überschrift

 

Abbildung 187

Links: „Drei sind in Himmel und Hölle“

Quelle: Eliphas Levis Manuskript, 1972

 

Rechts: „Himmel und Hölle“

Quelle: Detail aus einem Emblem-Holzschnitt des Christopher

von Sichem, 1628.

Bildbearbeitung und Text,

Urheber: O. Jung

 

Links: Drei wandern im Kreislauf der Wiedergeburten durch alle Daseinsbereiche.

1. Geist, der individualisierte Schwingungsträger „Äther“.

2. Vater, die Schwingungsenergie als Information (Karma).

3. Sohn, das daraus hervorgehende Produkt. Die Schaukraft mit Leben und Erkennen.

Das ganze Schwingungspaket als Individualität heißt „Seele“.

 

Der Raum heißt vor seiner kosmischen Aktivität „Die große Mutter“ und „Vater-Mutter" im ersten Stadium des Wiedererwachens der Kräfte. In der Kabbala ist er auch „Vater-Mutter-Sohn". Mit Dunkelheit ist hier die Weltennacht gemeint. Außer in anderen Universen, gibt es in diesem Raum - Zustand nichts das sich erkennend verhält und nichts das erkennbar wäre. Der Vater, der Erzeuger, ist die wiedererwachte Schwingungsenergie. Die Mutter der Schwingungs- und Weltenkeimträger „Akascha“ und der Sohn die Schaukraft. Ihn lässt die Bibel sagen: Ich bin das Licht der Welt“! Nach der Kabbala ist es das Erste was am Anfang der Weltwerdung ins Dasein trat und dort „Mensch“, erkennender Geist, genannt wird. Der Kabbalist Rabbi Simeon sagt: „0 Genossen, Genossen, der Mensch als eine Emanation war zugleich Mann und Weib, Adam Kadmon fürwahr, und das ist der Sinn der Worte „Es werde Licht (Erkennen). Und es ward Licht"

 

Androgyn war auch der zwiefache Mensch der Alchimisten, der Hermaphrodit. Weil die Welt nach beiden Lehren durch den Wahrnehmungsapparat im Bewusstsein des Erkennenden Geistes entsteht und vergeht, gibt es ohne den Menschen keine Welt. Nur ein schwingendes Feld aus dem die „Elohim“, die sieben Weltbaukräfte (Sinne), ein Weltbild zimmern. Darum ist der Mensch der Namengeber aller Dinge. So wie er sie sieht, so sind sie für ihn und wie er sie benennt, so sollen sie heißen. Weil das so entstehende Weltbild bei jedem anders ist, lebt jeder in einer anderen Welt in der er mehr oder weniger allein ist.

 

Zum Sachverhalt hier zwei kurze Auszüge aus der Kabbala:

 

 

Im Hohenlied 3, 11 heißt es: „Geht hinaus und schaut ihn an, ihr Töchter (Begierden) Zions (wo sich Himmlisches und Irdische treffen), den König des Friedens!“ Wer aber kann En Soph*), den König des Friedens schauen, der von seiner Natur selbst für die himmlischen Heerscharen unerkennbar ist? Nur der, der Kether, die Krone, und Schalom, den Frieden sieht (auf der höchsten Bewusstseinsstufe), der sieht auch zugleich die Herrlichkeit des Königs des Friedens (sich selbst).

 

Dies ist der Anfang aller Anfänge, die tief verborgene Weisheit, die Krone alles Erhabenen, die Welt der Sephiroth und das Diadem der Diademe (Schaukraft). Man nennt sie En, es ist nicht, weil wir nicht wissen und niemand wissen kann, was vor diesem Anfang war, da dies weder durch Chokmah, Weisheit noch durch Binah, Verstand erreicht werden kann. Bevor der Alte der Alten (Ursache aller Ursachen) die königliche Form, die Krone der Kronen (Ursache der Ursachen) bereitet hatte, gab es weder Anfang noch Ende. Als der Verborgene der Verborgenen (das Absolute) sich offenbaren wollte, begann er einen leuchtenden Punkt hervorzubringen. Der Urpunkt, der wegen seines maßlosen Lichtes nicht begriffen werden konnte, dehnte sich aus und bildete ein Licht (im Gemüt), das ihm als Hülle diente.

 

Dieses Licht, das zwar nicht so hell wie der Urpunkt ist, aber dennoch wegen seiner großen Helligkeit nicht angeschaut werden konnte, verbreitete sich seinerseits nach außen, und diese Ausdehnung wurde sein Kleid (Seele, später Organismus). So entstand alles durch eine Art stufenförmiger Veräußerlichung. Bevor dieser leuchtende Punkt nicht zum Vorschein gekommen war, war der Unendliche ganz verborgen und verbreitete kein Licht. Die Form des Alten, dessen Name geheiligt sei, ist eine einzige Form (zweitlos), die alle anderen Formen umfasst. Sie ist die höchste geheimnisvolle Weisheit, die alles andere in sich schließt“.

 

 

Kabbala: „Der Mensch“

 

Die Gestalt des Menschen umschließt alles, was im Himmel und auf Erden ist, die oberen und die unteren Welten. Daher hat der Alte der Alten sie zu der seinen gemacht. Keine Form, keine Welt hatte Bestand, bevor die Form des Menschen vorhanden war. Denn sie schließt alle Dinge in sich, und alles, was besteht, hat nur durch sie Bestand. Doch ist zu unterscheiden zwischen dem oberen himmlischen Menschen und dem unteren. Dieser könnte ohne jenen nicht bestehen. Auf der Gestalt des Menschen beruht die ganze Formung des Alls. Der Mensch ist der Inbegriff, und daher wurde der höchste Punkt der Schöpfung erst am sechsten Tag geschaffen. Sobald der Mensch in Erscheinung trat, war alles, die obere und untere Welt, vollendet. Denn alles ist im Menschen vereint.

 

Was den Menschen wirklich ausmacht, ist seine Seele. Haut, Fleisch, Knochen und Adern sind für uns nur ein Kleid, eine Hülle, aber nicht der Mensch selbst. Wenn ein Mensch stirbt, streift er alle Hüllen ab, die ihn bedeckten. Wie der wahre irdische Mensch, das heißt, die Seele, innerlich ist, so ist auch der himmlische Mensch innerlich. Der Gesichtsausdruck besteht nicht in bloß äußerlichen Zügen, sondern er ist ein himmlisches Abbild unseres Innersten. Die Züge unseres Gesichtes wechseln gemäß der dem inneren Antlitz des Geistes eingeprägten Form. Der Geist allein bringt die Ausdrucksform des Gesichtes hervor und durch ihn erhalten sie einen bestimmten Sinn.

 

Wenn die Geistseelen aus Eden hervorgehen, haben sie alle eine bestimmte Form, die sich später im Antlitz widerspiegelt. Das innere Antlitz empfängt sein Licht von der höchsten Leuchte, die ewig leuchtet, und deren Geheimnis niemals enthüllt werden kann. Es ist innerlich, weil es aus einer verborgenen Quelle kommt, und es ist von übersinnlicher Art, weil es direkt von oben kommt. Das äußere Antlitz ist nur ein Reflex dieses oberen Lichtes.

 

 

 

*) En Soph, der Unsichtbare, erscheint in der Welt in Form von zehn Emanationen, die als die Sephiroth bezeichnet werden. Das abgestufte Schema der Sephiroth mit seinen Entsprechungen ist die Grundlage der Kabbala. Die einzelnen Emanationen quellen in Form von Schalen aus einem Mittelpunkt hervor, sodass sich, wie bei einer russischen Puppe, die kleinere immer in der größeren befindet. Wie beim Dezimalsystem haben diese Emanationen weder im Kleinen, noch im Großen ein Ende.

 

Abbildung 187a

Links: „Das große Symbol des Salomo“

Quelle: Kupferstich aus Eliphas Levis Transzendental Magic, Ausgabe 1896

 

Rechts: „Senior und Adolph unter dem Planetenbaum“

Quelle: Holzschnitt aus Basilius Valentinus, Azoth, Paris, 1659

Bildbearbeitung und Text,

Urheber: O. Jung

 

Links: Das große Symbol des Salomo. Teilt man ein auf der Spitze stehendes Quadrat horizontal in zwei gleiche Teile, erhält man ein nach oben und ein nach unten weisendes Dreieck. Das obere, in der Symbolik immer weiß, steht für die erkennenden, feinstofflichen Elemente der Himmelswelt. Das untere, immer schwarz, für die nicht erkennenden, grobstofflichen Elemente der toten Materie. Sinken die luftigen Seelen der Himmelswelt herab in die wässrige Materie, um sich damit zu Schaumblasen zu verbinden, werden beide Dreiecke gegen stellig übereinander gelegt, sodass die Spitze des weißen Dreiecks nach oben und die des schwarzen nach unten weist. In der Parabel entsteigt diesem Schaum, dem organischen Leben, Venus – Aphrodite, das Begehren nach Leben und Lust.

 

Rechts: Senior, der „Altmeister“ und Adolphus „Der reich ist an Programmen im Geist“, unter dem Planetenbaum. Wie Kain und Abel symbolisieren sie die zu Gott strebende und die dem Materiellen verhaftete Seele. Der Planetenbaum steht für die Ursache die das Sonnenauge (Schaukraft im Himmel), das Mondauge (Schaukraft auf Erden) und die Sinne Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen und Sehen hervorbringt. Weil Senior zur Einung mit Gott aufsteigen will, hat er zum Unmut von Adolphus eine Axt mitgebracht um den Planetenbaum zu fällen.

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