Grüße aus dem Weserbergland
 Grüße aus dem Weserbergland

Überschrift

Abbildung 154

Die Schlange Apophis“

Links: Der „Sabbatbock“.

Vordergründig, Darstellung der Sexualität“

Quelle: Kupferstich aus Eliphas Levis

Transzendental Magic“, Ausgabe von 1896.

Bildbearbeitung und Text: O. Jung

 

Levis Rebus, in den er in Sinnbildern sein Wissen über Ursache und Bestand von Weltsein und Leben eingearbeitet hat, lässt sich ganz grob auf drei Ebenen interpretieren. Auf der ersten handelt es sich um eine etwas komische, aber trotzdem abschreckende Teufelsgestalt der Volkssage. Auf der zweiten um eine Darstellung der Sexualität, und auf der dritten um das Astrallicht. Unter Astrallicht verstanden die Eingeweihten den erkennenden Äther auf drei Ebenen. Den mit Schaukraft begabten Äther am Anfang der Weltwerdung als Kollektiv, den mit Schaukraft begabten, individualisierten Äther in der Himmelswelt und den mit Schaukraft begabten Äther in den Organismen der materiellen Welt.

 

Warum gerade Ziege und Ziegenbock für eine Teufelsgestalt herhalten mussten, erklärt sich aus dem Überlieferungsgut Altindiens. Dort sind „Ajā“ die Ziege und „Aja“ der Bock zwei uralte Gestalten der vedischen Zeit. „Ajā“, die rot–weiß–schwarze Ziege, steht für den ursprünglichen Schwingungsträger Akascha und Aja der Bock für die Schwingungsenergie. Die Farben beziehen sich auf die Gunas, auf die drei Eigenschaften von Akascha, die sich zum Weltgewebe, dem schwingenden Feld, verknüpfen. Weil Weltsein das Gegenteil vom Absoluten ist, sind das Götterpaar Ajā und Aja für denjenigen Teufelsgestalten, der sich mit dem Absoluten einen will. Folgerichtig ist das Begehren nach Weltsein und Leben, und damit auch der Wunsch nach Ausleben seiner sexuellen Triebe, für ihn Sünde.

 

Das Astrallicht ist nur der Schatten des ewigen Lichts. Damit ist das Erkennen gemeint das dem Schwingungsträger Akascha innewohnt wie das Nasssein dem Wasser. Als Schwingungsträger heißt der erkennende Äther in der Geheimlehre „Astral“. Er ist der Programmträger in das die „Lipika“, die Schreiber, alles für die Ewigkeit einprägen. In den Astral der Seele einen getreuen Bericht von jedem Gedanken und jeder Tat des Menschen. Die Überlieferer nannten diesen Report „die große Bildergalerie auf den Tafeln des Astral“. Diese ungesehene Bildfläche heißt auch das „Buch des Lebens“. Bei den Ägyptern hieß der Schreiber dieses Buches „Thot“.

 

Physikalisch gesehen schlummern diese Aufzeichnungen im Gedächtnis des Astral wie Programme in einem Computer mit unvorstellbarem Speicherplatz. Welche Programme im Computer abgerufen werden bestimmt der User mit Maus und Tastatur. Welche Programme im Astral der Seele aktiviert werden bestimmen zuerst die Schwingungen im Körper von Vater und Mutter. Später vom eigenen Organismus und seinem Umfeld. Darum ist es nicht gleichgültig was man denkt und tut, was zum Munde ein- oder ausgeht, und in welchem Umfeld man sich bewegt. Sobald diese Programme aktiv sind bestimmen sie im Guten wie im Bösen was geschieht. Das nannten die Alten Schicksal. Der wollende Mensch hat lediglich eine Art Wahlfreiheit zwischen mehreren Möglichkeiten. Sobald er sich mit einer davon identifiziert empfindet er: „Das ist mein Wille“.