Grüße aus dem Weserbergland
 Grüße aus dem Weserbergland

Überschrift

Abbildung 75

Alchimistische Allegorie:

Geist und Körper getrennt“

Quelle: Kupferstich aus der Werkstätte des M. Merian, um 1600

Bildbearbeitung und Text: O. Jung

 

Auf dem höchsten Gipfel der Erkenntnis wird dem erkennendes Geist der Unterschied zwischen sich, seinem Körper und der Welt bewusst und er kann sich davon trennen. Symbolisch ist er ein König der mit seinem Körper unwahrnehmbar vereint war. Er ist auf einen sehr hohen Berg gestiegen von dem aus er sehr weit sehen kann. Um ihn herum das weltliche Getriebe das von Sonne und Mond beschienen wird.

 

Die Sonne symbolisiert das ewige, unvergängliche Licht. Die Ursache für Schaukraft, Erkennen und Leben. Wie unsere Sonne geht sie zwar am Weltende immer wieder unter, aber nur um beim erneuten Aufdämmern eines neuen Weltenmorgens die nächste Welt zu beleuchten. Der Mond versinnbildlicht das geliehene, zu- und abnehmende Licht das den Geist im Körper der Wesen erleuchtet. Das Schwert den messerscharf Schein und Wirklichkeit trennenden Verstand mit dem er sich in der Welt behauptet.