Grüße aus dem Weserbergland
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Überschrift

Abbildung 38

Der Schöpfer die Welt planend“

Gottes Gedanke – der Ursprung von allem

Aus einer französischen Bibel. (Mitte des 13. Jh.)

Quelle: Österreichische Nationalbibliothek

Urheber: Ohne Angabe

Bildbearbeitung und Text: O. Jung

 

Nach dem Weltbild der Wissenden früherer Zeiten gibt es eine ewige Grundlage auf der alles beruht. Bevor eine neue Welt entsteht, ist sie schon als Keim in diesem Schwingungsträger enthalten wie die Gedanken im Gehirn eines Menschen. Diesen Sachverhalt soll das nebenstehende Bilderrätsel versinnbildlichen.

 

In der Kabbala wird das in einem Gleichnis so dargestellt: „So siehst du auch, dass ein Baumeister nichts unternimmt, wenn er nicht vorher ein Bild des Bauwerks in seiner Seele hat. So hat auch Gott die Welt geschaffen, die von ihm geplant, in seinem Wesen zu einem einheitlichen Ganzen wurde. Dieses unerforschliche Wesen Gottes ist die Grundlage einer jeden Bildung in der Welt. Komm und siehe! Gott ist der Urgrund, sein Gedanke der Ursprung von allem was da ist.“

 

Eines der vier Attribute dieser göttlichen Grundlage nannten die Alten „Wasser des Raumes“. Ein universaler Schwingungsträger der die neue Welt als Programm oder Keim bereits enthält. Eine Kraft in Form eines gewaltigen pulsierenden Feldes mit einem unvorstellbaren Energiepotential führt dem Weltenkeim Schwingungsenergie zu und bringt ihn dadurch zur Entfaltung.

 

In der Symbolik wie ein Bauer der das Saatgut zum Aufquellen, Keimen und Wachsen bringt, indem er Wasser auf seine Felder schöpft. Aus diesem Grunde wurde dieser welterzeugende „Superpulsar“ der den Weltenkeim durch die Wasser des Raumes zum Aufquellen bringt, in den Überlieferungen personifiziert und Schöpfer genannt. Durch seinen Schöpfungsakt entsteht aber nichts Neues, sondern das was vorher eingefaltet oder eingewickelt war, entfaltet oder entwickelt sich nur erneut zu Weltsein und Leben.