Grüße aus dem Weserbergland
 Grüße aus dem Weserbergland

Überschrift

Abbildung 29

Kornfeldkreise geben Rätsel auf“

Quelle: Privates Bildarchiv

Urheber: Nicht bekannt

Bildbearbeitung und Text: O. Jung

 

Mitten in Kornfeldern gibt es manchmal rätselhafte kreisrunde Plätze für die es zunächst keine plausible Erklärung zu geben scheint. Vorzugsweise liegen sie am Fuße steiler konkav geformter Berghänge. Sie sind überall auf der Welt gefunden worden und bestehen aus einer kreisförmigen Vertiefung mit einer spiralförmigen Struktur. Die im Uhrzeigersinn zu Boden gedrückten Getreidehalme sehen aus, als wären sie von einer ungeheuren, rotierenden Kraft niedergewalzt. Im Inneren der Kreise sind sie in sieben Zentimeter Hohe umgeknickt, wahrend das Getreide am Rand über einen Meter hoch steht. Die Halme selbst sind nicht beschädigt und wurden scheinbar durch einen enormen Luftdruck auf den Boden gedrückt. Das platt gedrückte Korn hat seine Farbe nicht verändert und Spuren, die zu den Flächen führen, oder von ihnen weg, gibt es meistens nicht.

 

Erklärungsversuche dagegen reichlich. Für manche sind sie Teufelswerk, für andere Botschaften der Außerirdischen und für Realisten nur Streiche von Witzbolden oder übermütigen Studenten. Der Physikprofessor Terence Meaden sagte in Bezug auf die rätselhaften Kreise in den Kornfeldern Südenglands: „Alles Humbug! Die Kreise entstehen aus einem bisher unerforschten Zusammenspiel zwischen besonderen Winden und landschaftlichen Eigenarten. Über dem nahen Meer entstehen kalte Luftströmungen. Diese ziehen landeinwärts. Im Windschatten der bis 150 Meter hohen Hügel der Region werden sie umgelenkt. Wie der Rüssel eines Tornados stoßen sie nach unten. Beim Aufprall am Boden wird der dünne Schlauch gestaucht. Er schwillt wie ein Ballon an und walzt dabei die Getreidehalme nieder“.