Grüße aus dem Weserbergland
 Grüße aus dem Weserbergland

Überschrift

Abbildung 181

Das Rosenkreuz und die Rosenkreuzer Bienen.“

Aus Robert Fludd, „Summum Bonum“, Frankfurt, 1626

Bildbearbeitung und Text: O. Jung

 

Dat rosa mel apibus bedeutet: „Die Rose gibt den Bienen Honig“. Die Blüte der Rose symbolisiert hier den gleichen Sachverhalt wie die Lotosblüte. Das Rosenkreuz den fest mit der Erde verbundenen Menschen, den inkarnierten erkennenden Geist. Darum bildet ihr Stängel ein Kreuz das in der Erde fest verankert ist. Als Sinnbilder für die sechs Sinnesorgane sprießen über dem Querbalken zwei Verästlungen mit sechs Blättern. Darüber die entfalteten sieben Sinne mit dem „Seher“ im Zentrum. Ihn nannten die Gnostiker „Christos“.

 

Das Bilderrätsel versinnbildlicht die Suche nach dem eigenen Selbst und damit nach dem Absoluten, denn das unprogrammierte Selbst und das Absolute sind wesenseins. Die Rosenkreuzer Bienen symbolisieren die Adepten die danach suchen. Das große Gesetz sagt:

 

Wenn du die Erkenntnis des Allselbstes erlangen willst, musst du zuerst dein wahres Selbst kennen lernen. Um die Erkenntnis dieses Selbstes zu erlangen, musst du dein Ich dem Nicht-Ich, dein Sein dem Nicht-Sein opfern. Dann kannst du zwischen den Schwingen des Großen Vogels ruhen. Oh, süß ist die Ruhe zwischen den Schwingen dessen, was weder geboren wird, noch stirbt, sondern göttlich ist durch ewige Zeitalter. Schwinge dich auf den Vogel des Lebens, wenn du zu wissen begehrst. Gib dein Leben auf, wenn du leben willst“.

 

Die Rosenkreuzer sind eine spirituelle Gemeinschaft die auf den legendären Christian Rosencreutz zurückgeht. Auf seinen Reisen lernte er viele weise Männer kennen die ihm unter dem Siegel der Verschwiegenheit ihr Wissen vermittelten. Er war im Besitz des Wunderelixiers der Alchimisten und konnte Gold und Edelsteine herstellen. Vermutlich tat er das aber nicht; denn er hatte dafür keine Verwendung. Sein erstrebenswertes Ziel war der „Stein der Weisen“ den er mit dem Absoluten gleichsetzte. Mit diesem Absoluten wollte er sich durch eine „Chymische Hochzeit“ vereinen. Er nahm nur drei Schüler an. Denen lehrte er alles was er wusste. Sie sollten seine Lehre an die zukünftige Bruderschaft weitergeben. Im Alter von 106 Jahren starb er 1484 und wurde im Geheimen an einem unbekannten Ort begraben.