Grüße aus dem Weserbergland
 Grüße aus dem Weserbergland

Überschrift

Text für Abbildung 155

Die Schlange Apophis“

Links: Des „Teufels Reichtümer“.

Sinnbild für das rastlose, unersättliche Streben nach Besitz und Reichtum.

Quelle: Holzschnitt aus Le Grand Grimoire, Nîmes, 1823.

Bildbearbeitung und Text: O. Jung

 

In den Volkssagen hat der Teufel immer Geld, Gold, Silber und andere Reichtümer zu vergeben. Deshalb erfreute er sich auch bei vielen großer Beliebtheit. Nur wer sich mit dem Absoluten einen will, für den ist das Streben nach solchen Werten Sünde. Will er sein Ziel erreichen, darf er keine Reichtümer ansammeln, sondern muss sich von allem Weltlichen trennen.

 

Rechts: Der Dämon „Marchocias“.

Sinnbild für den Kadavergehorsam.

Quelle: Kupferstich aus Collin de Plancy, Dictionnaire infernal, Paris, 1863.

Bildbearbeitung und Text: O. Jung

 

Marchocias, der Marquis der Hölle, erscheint als Wölfin die Tod und Verderben bringendes Feuer speit. Johannes Wier beschreibt ihn so: „Er gehört zum hohen Adel des Höllenreichs, hat die Flügel eines Greifs und den Schwanz einer Ratte. Sein Maul speit, ich weiß nicht was, aus. Wenn Marchocias menschliche Gestalt annimmt, gleicht er einem tapferen Soldaten. Fragt man ihn etwas, so antwortet er wahrheitsgemäß.“

 

Die Aussage dieses Symbols ist: „Tue niemals etwas auf Wunsch oder Befehl eines anderen von dem du nicht möchtest, dass es dir angetan wird“. Keine noch so einleuchtende Begründung, dass es ja einer guten Sache diene, kann dich vor der katastrophalen Veränderung deines Karma schützen. Die darin eingesenkten Bewirker präsentieren dir irgendwann die Rechnung für dein unseliges Tun.