Grüße aus dem Weserbergland
 Grüße aus dem Weserbergland

Teil VII: „Der Verriss“

Medien, Meinungen, Reaktionen

 

Relativität ist passe

Wenn sich das alles so zugetragen hat, fragt man sich natürlich, warum die Relativitätstheorie bisher noch nicht aufgeben wurde. Kompetente Leute die angesichts der erdrückenden Tatsachen versucht haben, die Relativitätstheorie von ihrem hohem Sockel zu stoßen, gab und gibt es seit ihrer Veröffentlichung. So haben zum Beispiel die beiden Physiker Georg Galeczki und Peter Marquardt, in ihrem Buch mit dem Titel „Relativität ist passe“, viele kritische Einwände gegen die Relativitätstheorie vorgebracht. Sie sind so erdrückend, dass sich die Redaktion des „P. M. Magazins“ genötigt sah, der Sache nachzugehen. Was dabei herausgekommen ist, wurde seinerzeit unter dem Titel „Der Verriss“ veröffentlicht. Damit sich jeder Leser sein eigenes Urteil bilden kann, habe ich den Artikel mit freundlicher Genehmigung des Verlages hier im Wortlaut abgedruckt:

 

P. M. Editorial vom 19. September 1997.

 

„Liebe Leserin, lieber Leser,
unerbittliche Neidlinge und eisenköpfige Widersacher haben sich seit je angestrengt bemüht, die Spezielle Relativitätstheorie als Schimäre bloßzustellen. Hat Einstein sich wirklich geirrt? Die Indizien jedenfalls häufen sich. Nicht die Haut wollen wir ihm ritzen, diesem Tycoon verdienter Theorien, nicht seinen unbestreitbaren Errungenschaften in Physik und Mathematik den Makel der Unvollkommenheit, womöglich der Fehlbarkeit anheften. Aberdutzende Male hat P. M. ja selbst versucht, Einsteins Formeln zu erklären, in Wort und Bild. Doch die Stimmen derer, die zweifeln, werden lauter und präziser. Wir meinen deshalb, dass auch P. M. nicht an den Vorwürfen vorbeischleichen darf, Einstein habe z.B. anerkannte Wissenschaftler mit Versprechungen und Vergünstigungen chloroformiert, deren Einwände messerscharf seine Interessen kreuzten.

Ein Schleier der Ungewissheit umschattete die Spezielle Relativitätstheorie ja immer schon, und Einstein selber hat dafür gesorgt, dass es so blieb, indem er (Einstein), in Bedrängnis geraten, mögliche Schwachstellen verzagt einräumte. P. M.- Redakteur Peter Ripota, der gewiss nicht in dem Ruf steht, in vorauseilender Demut den neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft zuzuklatschen, hat sich mit Wonne in den Wust der Fakten geworfen, mit denen die beiden Physiker Georg Galecski und Peter Marquardt Einstein zu überführen meinen. Wochen später tauchte Ripota wieder auf mit dem Satz: „Eigentlich ist es doch sehr tröstlich zu wissen, dass auch ein Genie sich irren kann!“
Wenn es denn wirklich so ist! Bitte bilden Sie selbst Ihr Urteil: „Der Verriss“, Seite 58.
Herzlich, Ihr
Hans Hermann Sprado (Chefredakteur)

P. M. Artikel „Der Verriss:

 

Wissenschaftler behaupten: Einsteins Relativitätstheorie ist falsch! Die Geschichte der Relativitätstheorie ist ein Krimi. Der Tatbestand: falsche Beweise, unterdrückte Gegenbeweise – und Schlamperei unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Albert Einstein gehört zu den größten Genies der Geschichte, und die Spezielle Relativitätstheorie ist eine der größten Errungenschaften der Wissenschaft: So denken die meisten Menschen, so dachten auch wir. Jetzt könnten wir alle zum Umdenken gezwungen sein, denn Forscher behaupten: Die Relativitätstheorie ist falsch, das Genie hat sich geirrt.

Anlass zur Neubewertung des Einsteinschen Konstrukts ist ein Buch der Physiker Georg Galeczki und Peter Marquardt, das alle kritischen Einwände gegen die Relativitätstheorie bündelt. Sein Untertitel nimmt die Schlussfolgerung vorweg: „Relativität ist passe“. Diese Wissenschaftskritik liest sich wie ein Krimi. Darin geht es um falsche Beweise der Relativitätstheorie, um unterdrückte Gegenbeweise und Schlamperei unter dem Deckmantel der Wissenschaft.

Die Handlung des Krimis beginnt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der von James Clerk Maxwell und Heinrich Hertz formulierten Theorie des Lichts und der elektromagnetischen Wellen. Danach ist Licht eine Wellenerscheinung. Allerdings brauchen Wellen ein Medium, in dem sie „schwimmen“ können. Dieses Medium musste - so die Vorstellung der Wissenschaftler - das ganze Universum ausfüllen. Man nannte es Äther. Die Frage war: Bewegt sich der Äther relativ zur Erde (bzw. die Erde relativ zu ihm), oder steht er still, und wie kann man das messen?

Dieser Frage gingen Albert Michelson und Edward Morley in einem berühmt gewordenen Experiment 1881 nach. Sie maßen die Geschwindigkeit des Lichts, das zwischen zwei Spiegeln hin und her reflektiert wurde. Bei einigen dieser Messungen bewegte sich die Erde mit dem Licht, bei anderen dagegen nicht. Das Ergebnis: ein feiner Unterschied in der Lichtgeschwindigkeit, aus dem Michelson und Morley einen sehr geringen Ätherwind von „acht Kilometern pro Sekunde“ errechneten.

Weil die beiden Wissenschaftler diesem Ergebnis wegen der Messungenauigkeit ihrer Apparate selbst nicht so ganz trauten, stand in den Physikbüchern der damaligen Zeit jedoch etwas völlig anderes: Das Licht habe stets die gleiche Geschwindigkeit, einen Ätherwind gebe es demzufolge nicht. Albert Einstein übernahm diese Aussage Anfang dieses Jahrhunderts in sein Denken und formulierte eine der Säulen der Relativitätstheorie: das „Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit“.

Lange Zeit blieb die Behauptung von der Nichtexistenz des Ätherwindes unwidersprochen. Bis im Jahr 1933 Dayton Miller die Messungen von Michelson und Morley bestätigte. Dieser experimentelle Nachweis des Ätherwindes war nicht mehr und nicht weniger als der Beweis, dass die Spezielle Relativitätstheorie auf falschen Voraussetzungen beruhte. Einstein war sich seiner Sache möglicherweise selbst nicht ganz sicher. In der später geschriebenen Allgemeinen Relativitätstheorie hielt Einstein es nämlich doch für möglich, dass irgend etwas im Weltall existiert, das Bewegung und Trägheit übermittelt und in der Nähe von Schwarzen Löchern so zäh wie Honig werden kann („Raumzeit“ oder „kosmische Flüssigkeit“). Und 1920 sagte der große Denker Einstein den folgenschweren Satz: Ein Raum ohne Äther ist undenkbar. Damit hatte Einstein sich selbst widersprochen!

Bei einem anderen Einwand gegen die Relativitätstheorie geht es um die so genannte Lorentzkontraktion, die ebenfalls eine Säule der Einsteinschen Formelwelt ist. Sie geht auf den Physiker Hendrick Antoon Lorentz zurück, der die Theorie formulierte, Lorentz: Bei einem schnell bewegten Gegenstand verkürzen sich die in der Bewegungsrichtung liegenden Maße. Ein anderer Physiker, der Österreicher Paul Ehrenfest, bezweifelte die Aussage schon im Jahr 1909. Sein Einwand: Wenn bewegte Gegenstände tatsächlich gestaucht werden, müsste eine rotierende Scheibe immer kleiner werden und sich dabei verbiegen. Bei Lichtgeschwindigkeit dürfte sie gar nicht mehr existieren.

Einstein war schockiert, denn Ehrenfest hatte recht. Er veröffentlichte in einer Fachzeitschrift ein paar Gegenargumente und Einstein verschaffte Ehrenfest den begehrten Posten eines Professors in den Niederlanden. Ehrenfests Entdeckung jedoch, Ehrenfestsches Paradoxon genannt, wurde fortan in den Büchern über die Spezielle Relativitätstheorie nicht mehr erwähnt. Erst im Jahr 1973 wurde Ehrenfests Gedankenexperiment in einem realen Versuch überprüft: Der Physiker Thomas E. Phipps versetzte eine Scheibe in hohe Rotation und fotografierte sie mit Blitzlicht. Die Fotos sollten belegen, dass die Scheibe nach den Formeln der Relativitätstheorie gestaucht wurde. Ergebnis: Fehlanzeige. Die Längen-Kontraktion der Speziellen Relativitätstheorie ist demnach Fiktion.

Phipps reichte seine Arbeit bei der renommierten Zeitschrift NATURE ein. Sie wurde abgelehnt. Lediglich eine kleine italienische Fachzeitschrift veröffentlichte Phipps Ergebnisse, doch niemand nahm davon Notiz. Und wie steht es mit den (laut Lehrbüchern) „Tausenden“ von Experimenten, welche die Relativitätstheorie angeblich bestätigen? Die beiden Physiker Georg Galeczki und Peter Marquardt haben für ihr Buch jahrzehntelang die Literatur durchforstet, die Originalpublikationen überprüft und selber recherchiert. Das Ergebnis: In Wahrheit gibt es höchstens fünf ernstzunehmende Versuche zur experimentellen Bestätigung der Relativitätstheorie - aber keiner hält einer sorgfältigen Analyse stand. Zwei Beispiele zeigen, wie schlampig in der so genannten exakten Wissenschaft vorgegangen wurde, um Einsteins Thesen zu stützen:

l.) Die Messung der Lebensdauer von Myonen in den 50er Jahren. Myonen (auch Myonen oder My-Mesonen) sind Zerfallsprodukte, die durch den Aufprall energiereicher Teilchen aus der kosmischen Strahlung auf Luftmoleküle entstehen. Myonen leben normalerweise nur zwei millionstel Sekunden und zerfallen dann wiederum in andere Teilchen. Weil sie in etwa 20 bis 30 Kilometer Höhe entstehen, würden sie es normalerweise nie schaffen, bis zur Erdoberfläche durchzudringen. Dennoch kann man sie hier messen. Also, folgerte man, dehnt sich bei ihnen infolge ihrer hohen Geschwindigkeit die Zeit relativistisch: Sie altern nicht und sind deshalb ein Beweis für die Relativitätstheorie. Diese Interpretation wurde jedoch durch Untersuchungen aus dem Jahr 1941 erschüttert. Sie zeigten: Erstens bilden sich Myonen in jeder Höhe, also auch in Erdnähe. Zweitens die Myonen leben nicht wegen der Zeitdehnung länger, sondern weil sie wegen ihrer hohen Geschwindigkeit weniger oft mit anderen Teilchen zusammenstoßen.

2.) Das Hafele-Keating-Experiment (1972). Joseph Hafele und Richard Keating flogen fünf Tage lang in Entgegengesetzter Richtung um den Globus: ein Flugzeug nach Osten, das andere nach Westen. An Bord waren synchron laufende Atomuhren, die am Ende des Experiments laut Relativitätstheorie einen Zeitunterschied aufweisen mussten. Hafele und Keating behaupteten hinterher, einen Unterschied in der erforderlichen Höhe gemessen zu haben.

Wie glaubwürdig diese Aussage ist, haben Galeczki und Marquardt jetzt durch das Studium der Originaldaten herausgefunden: Der von Hafele und Keating ermittelte Zeitunterschied betrug 132 Nanosekunden. Da die Hafele-Keating-Uhren jedoch eine Mess-Ungenauigkeit von 300 Nanosekunden hatten, ist dieser Unterschied völlig irrelevant. Außerdem wurden die Daten statistisch manipuliert. Schließlich: Hafele und Keating synchronisierten die Uhren während des Flugs immer wieder neu, so dass das Messergebnis eigentlich völlig willkürlich ist und die Relativitätstheorie in keiner Hinsicht stützen kann. Was haben wir daraus zu folgern, dass die Relativitätstheorie experimentell nicht bestätigt und angebliche Beweise widerlegt wurden? Wir sollten uns mit unserer kosmischen Einsamkeit abfinden: Wenn es eine Zeitdehnung in Wahrheit gar nicht gibt, werden Außerirdische nie zu uns gelangen können und wir nie zu ihnen. Und ein Raumfahrer im Weltall altert nicht langsamer als sein Zwillingsbruder auf der Erde.

Die Relativitätstheorie ist zwar mathematisch einwandfrei, doch man kann heute erkennen, was ihr eigentlicher Fehler ist: Die Relativitätstheorie hat keinen Bezug zur Wirklichkeit. Der Grund dafür ist Einsteins Weltbild: Er betrachtete die Welt rein kinematisch. Einsteins Formeln berücksichtigen allein die Bewegung der Körper, nicht aber die verursachenden Kräfte. Wenn ich beispielsweise beschreiben will, wie sich in einem Planetengetriebe die Zahnräder gegeneinander drehen, brauche ich mir keine Gedanken über die einwirkenden Kräfte und Energien zu machen. Erst wenn ich das Planetengetriebe in ein Auto einbauen will, muss ich das System auch dynamisch betrachten, also Kräfte, Reibungen und ähnliches einbeziehen. Der Relativitätstheorie fehlt aber diese dynamische Weltsicht. Für reine Gedankenexperimente genügt es oft, die Welt kinematisch zu sehen: Um die Geschwindigkeit eines einfahrenden Zuges zu messen, kann ich so tun, als würde der Zug stillstehen und der Bahnhof daran vorbeigezogen. Aber ich würde niemals annehmen, dass es wirklich so ist.

Warum Albert Einstein die Welt rein kinematisch interpretierte, lässt sich - wenn überhaupt - nur psychologisch verstehen. Es lag in seinem Charakter, dass Einstein das Gedankenexperiment mehr interessierte als die Wirklichkeit. Das war seine Freiheit - und wie Abraham Pais, einer seiner Biographen, sagte, war Einstein „der freieste Mensch, den ich kannte“. Entsprechend ging das Genie mit seinem Werk um: Die Spezielle Relativitätstheorie, in der Rekordzeit von fünf bis sechs Wochen niedergeschrieben, interessierte ihn nach der Veröffentlichung praktisch nicht mehr.

Vielleicht war es das Charisma des freien Menschen Einstein, das so viele Theoretiker seiner Zeit faszinierte. Einstein wirkte wie ein Erlöser, der alle Probleme hinwegfegte, indem er sagte: Es gibt keinen Äther, und Licht ist absolut. Außerdem war Einsteins System, mathematisch und begrifflich gesehen, bestechend einfach, eben wie eine Religion: Alles folgt aus einigen wenigen Prinzipien, für alles ist eine Erklärung da. Einsteins Auftritte in der Öffentlichkeit förderte die allgemeine Verehrung noch. Der Wissenschaftler von Rang war ein stiller, bescheidener und gütiger Gelehrter, der sich - demokratisch gesinnt - für Frieden einsetzte, Hass und Gewalt ablehnte.

Ab den 30er Jahren wurde sein Werk aus ideologischen Gründen bekämpft - von Hitler, weil Einstein Jude war, von Stalin, weil Einstein Kapitalist war. Das erschwerte jegliche kritische Auseinandersetzung mit der Relativitätstheorie, auch wenn sie nicht ideologisch motiviert war. Vielleicht ist diese Unterbrechung des Diskurses der Grund dafür, dass so viele Einwände gegen Einsteins Ideen quasi liegen geblieben sind und heute neu entdeckt werden müssen: vor allem der, dass die Spezielle Relativitätstheorie sich nicht um Fakten kümmert, sondern mit abstrakten Zahlen und vielen mathematischen Formeln jongliert.

Diese, Einsteins Mathematisierung führte in der Quantenphysik zu einem gigantischen Kuddelmuddel von Formeln, was Einstein übrigens zeit seines Lebens nicht nur bedauerte, sondern auch vehement bekämpfte. Alle Einstein-Nachfolger errichteten phantastische geistige Welten und ließen die Wirklichkeit links liegen - von Niels Bohr über Erwin Schrödinger und Paul Dirac bis zu Richard Feynmann und den String-Theoretikern. So ist Einstein, der Zauberlehrling, die Geister nicht mehr losgeworden, die er gerufen hat. Dabei musste Einstein, dem großen Genie, doch bewusst gewesen sein, dass er ein Phantasiepferd auf die Menschheit losließ. Würde man ihn heute auf die Unvereinbarkeit von Tatsachen und Formeln hinweisen, würde er vermutlich antworten: „Um so schlimmer für die Tatsachen“.
(Peter Ripota)

Soweit der wirklich gut gemachte Artikel in „PM“. Angesichts der großen Tragweite der Relativitätstheorie sollte man doch meinen, dass die großen Medien das Thema aufgreifen damit es zu einer öffentlichen Diskussion kommt. Aber Fehlanzeige. Die einzige Zeitschrift von der ich weiß, dass sie darauf reagierte, war „Bild der Wissenschaft“.

Bild der Wissenschaft: „Irrte Einstein?“

Im März 1998 erschien darin ein Artikel vom Wissenschaftsredakteur für Physik mit dem Titel: „Irrte Einstein?“. Aus urheberrechtlichen Gründen darf ich hier den ganzen Beitrag nicht bringen. Daher muss ich mich auf das Zitieren des Wesentlichen beschränken. So schreibt der Autor u. a. folgendes:

„Das Mäkeln an der Relativitätstheorie kommt in Mode. Albert Einstein gilt als Jahrhundertgenie. Doch regt sich Kritik: Ein neues Buch versucht, mit alten Behauptungen Einsteins erfolgreichstes Werk - die Relativitätstheorie - aus den Angeln zu heben. Raum und Zeit bilden eine Einheit, bei hohen Geschwindigkeiten verkürzt sich der Raum, verlangsamt sich die Zeit. Aber das stimmt nicht: „Einstein müsste seine berühmte Arbeit aus dem Jahr 1905 eigentlich zerreißen.“

Keine andere Publikation in der deutschen Presselandschaft hat es je gewagt, Einsteins Spezielle Relativitätstheorie so abzukanzeln, wie es die populärwissenschaftliche Zeitschrift P .M. in ihrer Oktober-Ausgabe getan hat. Unter dem Titel „Der Verriss“ werden Beweise vorgelegt, die die Relativitätstheorie angeblich widerlegen. Als Kronzeuge dienen die beiden Physiker Georg Galeczki und Peter Marquardt, die in ihrem kürzlich erschienenen Buch „Requiem für die Spezielle Relativität“ alles zusammengetragen haben, was gegen Einsteins Werk zu sprechen scheint. Sie behaupten, dass etliche Experimente, die die Relativitätstheorie stützen, schlampig ausgeführt oder falsch interpretiert wurden.“ …

„Mehr noch: Die herrschende Mehrheit der Physiker hätte sich seit Jahrzehnten einer kritischen Diskussion widersetzt und andere Meinungen gezielt unterdrückt, sagen die Autoren. „Schuld daran ist das menschliche Verhalten“, beklagt Galeczki gegenüber bild der Wissenschaft. Ambitionen, persönliche Interessen oder Rache seien die Gründe, warum sich die herrschende Physiker-Kaste weigere, sich mit alternativen Theorien zu beschäftigen. Galeczkis Argument ist altbekannt: Schuld sind die anderen, die vor der Wahrheit die Augen verschließen; sich selbst sieht man gern als Märtyrer. “…

„Die Methode der Autoren, unwichtige Details hochzuspielen und damit Wichtiges madig zu machen, gipfelt in dem Versuch, Einstein vermeintlich widersprüchliche Zitate in die Schuhe zu schieben. So soll der bekannteste Physiker aller Zeiten, Einstein 1920 gesagt haben: „Ein Raum ohne Äther ist undenkbar“, und damit seinen Annahmen von 1905 widersprochen haben. Tatsache ist, dass Einstein mit „Äther“ nicht mehr den geheimnisvollen Wind meinte, der nach Michelson und Morleys Verständnis durchs All wehen sollte. 1922 wurde Einstein präziser: „Man sollte den Äther ersetzen durch Strukturen im Raum. Der neue Äther ist kein Stoff, der fließt.“ Was Einstein meinte: Auch im Vakuum gibt es Strukturen - genauer: Energiefelder - die Kräfte vermitteln. Dass aus diesen Feldern sogar Teilchen wie aus dem Nichts entstehen können, ist heute Standardwissen der Quantenmechanik.“ …

Dass Galeczki und Marquardt in ihrem Buch nur das erwähnen, was ihnen ins Konzept passt, stört auch Prof. Hubert Goenner, Experte für Spezielle Relativitätstheorie an der Universität in Göttingen: „Die Autoren leiden offensichtlich an selektiver Wahrnehmung.“…

„Das größte Manko des Buches, neben all den Behauptungen und Verdrehungen, ist aber, dass Galeczki und Marquardt keine Alternative anbieten. Angenommen, Einsteins Relativitätstheorie wäre falsch, welche Theorie ist dann richtig? Keine Theorie hat all diese Prüfsteine bisher so gut gemeistert wie die Relativitätstheorie, was nicht heißt, dass nicht doch einmal eine neue Theorie kommen könnte. Diese würde aber sicher nicht Einstein widerlegen, sondern die Relativitätstheorie als Spezialfall enthalten - so wie die Relativitätstheorie Newtons Bewegungsgesetze als Spezialfall enthält.

Dass die Physiker durchaus nach einer solchen Theorie Ausschau halten, bestätigt Hubert Goenner: „Die Relativitätstheorie ist keine Religion, kein Dogma.“ Der „dunkle Punkt“ in Einsteins Arbeiten sei die bislang nicht gelungene Verknüpfung von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantenmechanik, die als zweite wichtige Säule der Physik gilt. Bauchschmerzen bereiten den Physikern auch die Vorgänge in Schwarzen Löchern und beim Urknall, wo Materie extrem dicht zusammengepresst ist. In diesen Extrembereichen der Physik liefert die Relativitätstheorie bisher keine vernünftigen Erklärungen. Doch das sind die Probleme der Fachleute – Journalisten haben mit anderen Schwierigkeiten zu kämpfen: Wie können sie seriöse Wissenschaftler von Hochstaplern unterscheiden? Eine Antwort könnte lauten: Beide Seiten fragen und nicht - wie in P .M. geschehen - die Meinung der Mehrheit einfach ignorieren. “…

„Mit ihrer Attacke liegen Galeczki und Marquardt im Trend: Fast wöchentlich trudeln in der Redaktion von bild der Wissenschaft Manuskripte ein, in denen die Ignoranz des Wissenschaftsbetriebs angeprangert und auf wenigen Seiten das „falsche“ Weltbild durch ein neues ersetzt wird. Häufigstes Ziel der Angriffe: Albert Einstein und seine Relativitätstheorie. Meist reicht ein kurzer Blick, um zu erkennen, dass diese Manuskripte das Papier nicht wert sind, auf denen sie gedruckt sind. Häufigstes Problem: Die „Hobbyphysiker“ haben die Relativitätstheorie nicht verstanden. Und weil man die Theorie so schlecht verstehe und sie so voller Widersprüche zum menschlichen Verständnis stecke, so die Argumentation, könne sie auch nicht richtig sein. Doch eine Theorie, die der Laie nicht versteht, muss noch lange nicht falsch sein.“ …

Wenn es ans Eingemachte geht…

So weit Bild der Wissenschaft. Obwohl ich weiß, dass sich der Mensch nicht freiwillig von seinen Ansichten, seinen Gewohnheiten, seinem Besitz und seiner Macht trennt, sondern alles im Extremfall sogar durch Krieg verteidigt, stören mich dennoch Sätze wie: „Die Autoren leiden offensichtlich an selektiver Wahrnehmung.“… „Meist reicht ein kurzer Blick, um zu erkennen, dass diese Manuskripte das Papier nicht wert sind, auf denen sie gedruckt sind.“ Meiner Meinung nach sollte ein seriöses populärwissenschaftliches Magazin solche Sätze nicht enthalten. Schon gar nicht ein vernichtendes Urteil über die Arbeit eines Hobbyphysikers, wenn sie der Urteilende nicht gelesen hat. Dagegen bin ich mit den Buchautoren Galeczki und Marquardt einer Meinung wenn sie sagen, dass die herrschende Mehrheit der Physiker sich seit Jahrzehnten einer kritischen Diskussion widersetzt und andere Meinungen gezielt unterdrückt. Denn die Erfahrung, dass alternative Theorien unerwünscht sind, musste auch ich machen. In der Hoffnung jemanden zu finden der meine Arbeit einer breiten Öffentlichkeit vorstellt, schrieb ich im Laufe der Zeit an alles was in der Medienlandschaft Rang und Namen hat folgenden Brief:

Sehr geehrter Herr… (Chefredakteur),
Als Noah seinerzeit mit der Arche auf den Wassern der Sintflut schwamm und testen wollte ob aus der Wasserwüste schon fester Boden aufgetaucht war, ließ er von Zeit zu Zeit einen Raben aufsteigen. Kam der Vogel zu ihm zurück dann wusste er das noch kein Land in Sicht war und er mit seiner kostbaren Fracht weiter in der Arche ausharren muss. Weil ich mich seit vielen Jahren mit antiker und moderner Kosmogonie befasse und dabei zu Erkenntnissen gelangt bin die für uns alle von großem Nutzen sein könnten, befinde ich mich bildlich gesehen in einer ähnlichen Lage. Um einen klugen, weitsichtigen und mutigen Menschen zu finden, der mir durch seine Stellung und sein Können dabei hilft, dass es darüber zu einer öffentlichen Diskussion kommt, schreibe ich in unregelmäßigen Abständen Leute an, von denen ich glaube, dass sie dafür in Frage kommen. Da der letzte fehlgeschlagene Versuch schon etwas zurückliegt und mir Ihre Zeitschrift recht gut gefällt, schreibe ich Ihnen.

Freilich weiß ich, dass ein Mann der einer so großen Zeitschrift vorsteht schon aus Zeitmangel nicht alles lesen kann, was ich diesem Brief beigelegt habe. Ich gehe aber davon aus, dass Ihnen dafür gegebenenfalls kompetente Leute zur Seite stehen, die das gern übernehmen wenn Sie ihnen einen entsprechenden Auftrag erteilen. Aus diesem Grund habe ich diesem Brief mein Buch „Hatte die Welt einen Schöpfer?“ und eine umfangreiche Infomappe beigelegt. Es wäre schön, wenn ich bei Ihnen mit meinem Anliegen den erwünschten Erfolg hätte.
Daher meine Frage an Sie: „ Sehen Sie Möglichkeiten, meine Arbeit den Lesern Ihrer Zeitschrift vorzustellen?“
Schon jetzt danke ich Ihnen für Ihre Mühe… Mit freundlichen Grüßen, Otto Jung.

Soweit der Text in meinem Anschreiben. In der von mir beigelegten Infomappe stand in Kurzform im Wesentlichen das, was ich hier auf meiner Webseite ausführlich beschrieben habe. Leider brachten meine Bemühungen bis heute nicht den gewünschten Erfolg. Fast überall hagelte es Absagen. Aber nicht immer ist die Ursache für das Desinteresse mancher Zeitungsleute Bequemlichkeit oder Zeitmangel. Wie soll man sich sonst einen Reim daraus machen, wenn man z. B. für sehr viel Geld (20.000 DM) in „Bild der Wissenschaft“ inserieren will und dann folgende Antwort erhält:

„Sehr geehrter Herr Jung, in meinem Schreiben vom 29. 4. habe ich einen Vorbehalt ausgesprochen, da es im Verlag die Regel ist, bei bestimmten Buchangeboten der Chefredaktion das betreffende Anzeigenmotiv vorzulegen, damit eine Übereinstimmung mit der redaktionellen Konzeption der Zeitschrift überprüft werden kann.
Nach Eintreffen Ihrer Anzeigenvorlage habe ich pflichtgemäß diesen Weg beschritten und zu meinem Bedauern heute die Mitteilung erhalten, dass die Aufnahme dieser Anzeige bzw. die Publizierung dieses Buches aus Ihrem Verlag zurückgewiesen werden soll. Haben Sie bitte Verständnis für diese Entscheidung, die ich vom Anzeigenbereich aus an Sie weiterzugeben habe. Den Anzeigentext erhalten Sie als Anlage wieder zurück.“
Mit freundlichen Grüßen
06.05.1986, „bild der Wissenschaft“ Anzeigenabteilung
i. V. Wilhelm A. Schmitz BDW

Es war nicht die einzige Redaktion bei der meine Anzeige unerwünscht war. Der „Verlag Freies Geistesleben“ lehnte sie z. B. wie folgt ab: „Zurückkommend auf Ihren Anzeigenauftrag für „DIE DREI“ müssen wir leider nach Absprache mit der Redaktion von einer Anzeige in der Zeitschrift absehen.
Sie erhalten beiliegend Ihre Unterlagen zurück“.
Mit freundlichen Grüßen VERLAG FREIES GEISTESLEBEN,
22.08.1986, Ruth Jacobs, Anzeigenverwaltung.

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Sicher denkt jetzt mancher Leser: Das alles ist lange her. Früher ging es den Zeitungsleuten recht gut. Darum konnten einige von ihnen vielleicht auf einzelne Werbeeinnahmen verzichten. Inzwischen hat sich aber in der Zeitungsbranche vieles geändert. Werbeeinnahmen decken heute einen großen Teil der Kosten. Durch den harten Wettbewerb wird gegenwärtig niemand mehr darauf verzichten.

 

So dachte auch ich. Um für meine Webseite zu werben versuchte ich daher bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften folgendes Inserat unterzubringen:

Abbildung 216.       Urheber: O. Jung

 

Bis auf die Anzeigenredaktion der HAZ hat niemand auf meine Anfragen geantwortet. Das musste sie wohl, denn die von mir per Internet aufgegebenen Anzeigenaufträge hatte ihr EDV-System angenommen und per Mail bestätigt. Hier die Begründung der Redaktion mit der man sie wieder abschmetterte:

 

E-Mail: Hannoversche Allgemeine Zeitung

Von:                  KSC_AnzServiceVGM >anzeigen-service@madsack.de>

An:                   ottojung@online.de

Datum: 05.06.2015 09:25:37

 

Sehr geehrter Herr Jung,

leider können wir Ihre Anzeigen für dieses Wochenende richt veröffentlichen. Der Anzeigentext und auch die Fotos entsprechen nicht unseren Anzeigenrichtlinien. Sie können gerne für Ihre Homepage und ihr E-Book werben, dies allerdings zum gewerblichen Preis und per Vorkasse. Dafür senden Sie uns den Anzeigentext bitte per Mail oder Fax zusammen mit der im Anhang vorliegenden Freistellungserklärung. Eine Veröffentlichung der Fotos wird nicht gewährt. Nach der inhaltlichen Textprüfüng durch den Verlag wird über eine Veröffentlichung entschieden. Es erfolgt dann eine Mitteilung über den Anzeigenpreis und der Daten für die Vorkassenleistung.

Mit freundlichen Grüßen,

Kathleen Thomas

Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG; Kundenservice

 

In unseren Medien wird kein Blatt vor den Mund genommen wenn irgendwo auf der Welt die Meinungsfreiheit untergraben wird. Geht es aber um das eigene Eingemachte verhalten sich unsere Meinungsmacher nicht anders. Das ärgert mich. Darum schrieb ich an den Chefredakteur der HAZ folgenden Brief:

 

Betrifft: Ihre Ablehnungsbescheide meiner Anzeigenaufträge

 

Sehr geehrter Herr Brandt,

den Inhalt der in Kopie beiliegenden Mail, die mir Frau K. Hoffmann stellvertretend für Sie zukommen ließ, habe ich zur Kenntnis genommen. Obwohl man eine so harsche Reaktion auf einen Anzeigenauftrag eher nach Anzeigenregeln russischer oder chinesischer Zeitungen erwartet wenn man seine Meinung verbreiten will, war ich darüber dennoch nicht wirklich überrascht.

Darum werde ich das Schreiben Ihrer Mitarbeiterin nicht kommentieren oder bewerten. Das überlasse ich den Lesern meines E-Books nachdem ich meine Erfahrungen mit der „haz" ins Netz gestellt habe. Weil das Internet nicht vergisst, vorzugsweise denen, die später einmal über die Ursachen für das Vermächtnis nachdenken, das wir ihnen hinterließen. Dabei sind Negativbeispiele bekanntlich besonders beliebt und langlebig.

Vom Angebot, meine Anzeigenaufträge nur zensiert und unter hohen Auflagen ausführen zu lassen, werde ich keinen Gebrauch machen. Schon deshalb nicht, weil ich es als treuer Leser der „haz" diskriminierend finde, dass Sie dies nur gegen Vorkasse tun würden, obwohl ich Ihrem Unternehmen doch schriftlich erlaubte, Forderungen von meinem Konto abzubuchen.

Im übrigen scheint Ihr Serviceteam Ihre Anzeigenrichtlinien doch recht unterschiedlich auszulegen. Zum Beispiel wurde meine Anzeige 323268 - sie enthielt eine fehlerhafte Webadresse - ausgeführt, während man die 337066 mit der richtigen ablehnte obwohl ich darin mit dem gleichen Bild werben wollte. Außerdem verstehe ich nicht, warum eine Veröffentlichung meiner Fotos nicht gewährt wird. Da habe ich in Ihrer Zeitung schon Bilder gesehen, die dieses Schicksal eher verdient hätten.

Eigentlich schade, dass ich nach meinen Richtlinien unter den gegebenen Umständen zukünftig auf die Lektüre Ihrer, alles in allem doch gut gemachten Zeitung, verzichten muss.

Mit freundlichen Grüßen

Otto Jung.

Datum: 07.06.2015

 
Die Erfahrung, dass alternative Theorien unerwünscht sind hat auch Herr Platen gemacht. Nachdem er im Auftrag der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung eine sehr gute Buchbesprechung für mein Buch verfasst hatte, schrieb er am 29.03.1987 an verschiedene Zeitungen folgenden Brief:

…Als Psychologe an einer Sonderschule geht es mir weder um Profitdenken, noch um persönliches profilieren, sondern weil ich einer guten Sache helfen will. Wenn sich die Denkweise des Autors als richtig erweist und die Wissenschaftler in der von ihm aufgezeigten Richtung forschen, werden sich auf vielen Gebieten völlig neue Perspektiven für alle Menschen ergeben. Aus diesem Grunde bin ich der Meinung, dass man über das neue physikalische Weltbild das er in seinem Buch: „Hatte die Welt einen Schöpfer?“, vorgestellt hat, öffentlich diskutieren sollte. Daher meine Frage an Sie: „ Sehen Sie Möglichkeiten, den Lesern Ihrer Zeitschrift das im beiliegenden Buch aufgezeigte physikalische Weltbild vorzustellen?“
Schon jetzt danke ich Ihnen für Ihre Mühe und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Ihr D. Platen

Diesem Brief lag ein Exemplar meines Buches und umfangreiches Infomaterial bei. Die Antworten ließen nicht lange auf sich warten. Weil auch ich ja im Laufe der Jahre mein Buch Medienleuten zugeschickt habe um sie für das darin behandelte Thema zu gewinnen, liste ich die Antworten an Herrn Platen und mich nicht gesondert auf, sondern alphabetisch. Hier eine kleine Auswahl:

Bild der Wissenschaft:

…haben Sie vielen Dank für Ihr an den Chefredakteur, Herrn Huncke, gerichtetes Schreiben vom 29. März. Ich antworte Ihnen im Auftrag von Herrn Huncke. Ich habe das von Ihnen beigelegte Buch „Hatte die Welt einen Schöpfer?“ von 0. Jung durchgesehen und bin der Ansicht, dass dieses Thema nicht in bild der Wissenschaft passt. Das hat nichts mit einer herablassenden Haltung zu tun, sondern damit, dass das redaktionelle Umfeld auf derart ungewöhnliche Hypothesen nicht eingestellt ist. Ein solcher, sehr spekulativer Beitrag wäre ein Fremdkörper in unserer Zeitschrift.
Ich erlaube mir daher, mit getrennter Post das Buch an Ihre Adresse zurückzusenden.
Vielen Dank für Ihre Initiative und freundliche Grüße
Ihr
14.04.1987; Thorwald Ewe

BUNTE

…herzlichen Dank für Ihr o. g. Schreiben und die Unterlagen. Leider sehen wir jedoch keine Möglichkeit einer Veröffentlichung in Bunte; bitte haben Sie dafür Verständnis.
Zu unserer Entlastung erhalten Sie deshalb Ihr Material zurück.
Mit freundlichen Grüßen
14.04.1987; i. A. Chr. Nagel

BILD der FRAU

…vielen Dank für Ihren Brief vom 29.3. 1987. Mehrere Redakteure haben die Synopse gelesen, selbstverständlich auch Kapitel aus dem Buch und sind alle zu dem Schluss gekommen, dass man diese faszinierende Materie schwer in einer Frauenzeitung behandeln kann.
Ich schlage Ihnen vor, das Buch einer Zeitung wie der WELT am SONNTAG oder der FRANKFURTER ALLGEMEINEN anzubieten.
3.04.87; Chefredakteur. Nils Paulsens

DAS BESTE aus READERS DIGEST

…vielen Dank für Ihren Brief vom 19. Mai 1987 und die Anregung, in unserem Heft „DAS BESTE aus READERS DIGEST“ das physikalische Weltbild Otto Jungs vorzustellen.
Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass sich diese anspruchsvolle Materie unseres Erachtens nicht für einen auszugsweisen Abdruck in unserem Magazin eignet.
Verlag - Das Beste – Redaktion.
03.06.87; Achim Fichtner.

DER SPIEGEL

…leider komme ich erst heute dazu, Ihren Brief vom 29. März zu beantworten. Zur Zeit sehe ich keine Möglichkeit, Ihr neues physikalisches Weltbild im SPIEGEL vorzustellen. Die uns übermittelten Unterlagen schicken wir Ihnen in der Anlage zurück
DER SPIEGEL - Wissenschaftsredaktion.
.08.05.1987; Rolf S. Müller.

FRANKFURTER ALLGEMEINE

…wir bitten um Verständnis dafür, dass wir der Rücksendung zugeschickter Rezensionsexemplare keine ausführliche briefliche Begründung beifügen können. Erblicken Sie darin bitte nicht eine Geringschätzung Ihrer Arbeit, sondern eine Notwendigkeit, zu der sich die Redaktion wegen der Fülle der eingehenden Titel gezwungen sieht. Wir danken Ihnen jedenfalls für die Zusendung und bedauern, dass in diesem Falle eine Besprechung des Buches nicht möglich ist“.
Frankfurter Allgemeine - Redaktion - Neue Sachbücher.
07.01.1988; i. A. Schmidt.

FOCUS

…vielen Dank für Ihr freundliches Interesse an Focus, das Sie mit Ihrer Zuschritt vom 3.3.2006 zum Ausdruck bringen. Herr Markwort leitete es an mich weiter. Urlaubsbedingt kann ich Ihnen leider erst heute antworten. Sie bieten uns Ihre Theorie über den „Ätherwirbel“ für eine Veröffentlichung an. Leider können wir davon keinen Gebrauch machen. In unserem Ressort publizieren wir grundsätzlich keine Buchbesprechungen, dazu gibt es einfach zu viele Neuerscheinungen.

Darüber hinaus erreichen uns allwöchentlich Zuschriften mit ähnlichen Angeboten. Schon aus Gründen der Gleichbehandlung können wir diese nicht zur Veröffentlichung aufgreifen. Zwar ist in der Kosmologie sowohl hinsichtlich des Äthers als auch der Gravitation einiges in Bewegung gekommen. Doch bis die alten „Dogmen“ durch neue, bessere Theorien abgelöst sind, wird es noch dauern. Vielleicht können sie ja an diesem Prozess teilhaben.
Focus, Ressort Forschung und Technik.
20.04.2006, Michael Odenwald.

GEO

…haben Sie besten Dank für Ihren ausführlichen Brief an Herrn Theobald. Ihr Vorschlag wurde in der Themenkonferenz diskutiert, stieß aber nicht auf Gegenliebe.
Die uns überlassenen Unterlagen dürfen wir Ihnen deshalb in der Anlage zu unserer Entlastung wieder zurückreichen.
GEO – Sekretariat, Chefredaktion.
06.04.1987; Sigrid Dahlhaus.

HÖRZU

…inzwischen habe ich das Buch „Hatte die Welt einen Schöpfer?“ von Otto Jung, das hohe Anforderungen an die Aufnahmefähigkeit des Lesers stellt, durchstudiert. Leider muss ich Ihnen sagen, dass ich keine Möglichkeit für eine Behandlung in HÖRZU sehe.
„HÖRZU“, Geschäftsführender Redakteur.
15.04.1987; Hartmut Wrede.

KOSMOS

…eine Besprechung Ihres Buches "Hatte die Welt einen Schöpfer?" kann ich nicht vornehmen bzw. nicht guten Gewissens veranlassen. Der Grund ist, dass mir die von Ihnen versuchte Deutung des Michelson - Versuches und des Hafele/Keating-Experimentes nicht einleuchtet, sondern die Erklärungen, welche die Lehrbücher der Physik dafür geben“.
Kosmos – Redaktion,
11.08.1986, Dr. Heinrich Jaus,

Bei der Zeitschrift Kosmos hatte ich vorher ein Inserat geschaltet. Die Redaktion hat es zwar angenommen, aber so platziert, dass es nicht leicht zu finden war. So waren die 1.000 DM, die man dafür kassierte, in den Sand gesetzt. Es haben nur 3 Leser ein Buch bestellt.

PSYCHOLOGIE HEUTE

…vielen Dank für Ihren Brief vom 29. März und für Ihr Manuskriptangebot. Wir haben Ihren Text gelesen und hier in der Redaktion diskutiert, uns aber dann doch gegen eine Veröffentlichung entschieden. Wir bitten Sie, für diese Entscheidung Verständnis zu haben. Vielleicht bieten Sie Ihren Beitrag den Zeitschriften Esotera, Wechselwirkung oder Bild der Wissenschaft an. Wir könnten uns vorstellen dass er dort gut untergebracht wäre.
Redaktion.
08.04.1987; Brigitte Bell

PM Magazin

…es tut mir leid, dass Ihr Brief vom 29.3.87 erst heute beantwortet werden kann.
Ihr Anliegen, über das Buch von 0. Jung „Hatte die Welt einen Schöpfer?“ zu berichten, ist mir gut verständlich. Doch fällt es mir schwer, einen unserer Mitarbeiter einen entsprechenden Auftrag zu erteilen.

…Ich habe mir zum Grundsatz gemacht, über den Inhalt von Büchern, die ein neues Weltbild vorstellen, nur dann zu berichten, wenn sich die Wissenschaft schon damit befasst und ein Urteil abgegeben hat. Diesem Gesetz unterwerfe ich mich im übrigen auch selbst. Ich habe vor Jahren ein Buch über die Entstehung des menschlichen Bewusstseins geschrieben, das bisher keinen Verleger gefunden hat. Auch dessen Inhalt würde ich in PM erst darstellen, wenn er von anerkannten Vertretern der Wissenschaften beurteilt worden wäre. Es tut mir leid, Ihnen nichts anderes sagen zu können.
Magazingründer und Chefredakteur,
27.04.1987; Peter Moosleitner.

Nachdem Herr Sprado Herrn Moosleitners Nachfolge angetreten hatte, versuchte ich es bei „PM“ noch einmal. Ermutigt durch Herrn Sprados Offenheit Neuem gegenüber und seiner Aufmunterung sich an seiner angekündigten „Innovations-Offensive“ zu beteiligen, schrieb ich ihm am 01.03.2005 ebenfalls einen Brief. Wie immer lagen meinem Schreiben ein Buchexemplar, eine umfangreiche Infomappe und ausreichend Rückporto bei.

Nur auf eine Antwort auf meine Frage: Sehen Sie Möglichkeiten, den PM-Lesern das von mir entschlüsselte Weltbild der größten Denker der Vergangenheit vorzustellen, ist er mir bis heute eine Antwort schuldig geblieben. Mag sein, dass meine Post ihn nicht erreichte. In einem großen Verlag kann schon einmal etwas verloren gehen, denn auf meine wiederholte Bitte, mir doch unter Verwendung des Rückportos Buch und Infomappe zurückzusenden, antwortete man mir:

 „Sie bitten darum, Ihre Infomappe und Ihr Buch zurückgeschickt zu bekommen. Ich fürchte, ich kann Ihnen diese Bitte nicht erfüllen. Herr Sprado ist der Herausgeber von P. M. Magazin und hat die Unterlagen sicherlich an einen Kollegen weitergegeben. Bei der Menge an Informationsmaterial, die die Redaktion jeden Tag erreicht, ist es uns leider nicht möglich, einzelne Sendungen nachzuvollziehen. …Sollte sich einer unserer Redaktionsmitglieder für das Thema erwärmen und darüber berichten wollen, würde er vorher selbstverständlich mit Ihnen Kontakt aufnehmen“.
Chefredaktion.
21.04.2005; Karin Herold.

Quick

…Herr Freiheit hat mir Ihr Buch "Hatte die Welt einen Schöpfer?" weitergegeben. Ich fand das Thema sehr interessant, sehe aber augenblicklich keine Möglichkeit darauf einzugehen. Sollte sich ein Anlass in nächster Zeit finden, werde ich darauf zurückkommen.
Ressortleiter Serien und Romane
09. Juli 1987 Johannes Leeb

STERN

…vielen Dank für Ihr Schreiben, den Klaus Liedtke an uns weitergereicht hat.
Ein Trägermedium für elektromagnetische Schwingungen - daran mögen wir nicht glauben. Wir halten es lieber mit der Schulphysik“.
Stern - Redaktion Wissenschaft + Technik.
12.05.1987, i. A. Carola Flohr

SPEKTRUM DER WISSENSCHAFT

…Ihr Engagement für einen Autor, der sich spekulativ abseits der Wissenschaft bewegt (es gibt keine „Schulphysik“ und andere Physiken, es gab allerdings vor 1945 eine „Deutsche Physik“ unseligen Angedenkens) kann mich nicht bewegen, es zu diskutieren oder gar öffentlich vorzustellen. Die elektromagnetischen Wellen sind Photonen, wie Wasserwellen Wasser sind - die Frage des „Trägermediums“ ist anhand der Äther-Vorstellung genugsam behandelt.
Spektrum der Wissenschaft - Chefredakteur.
02.04.1987; Albrecht Kunkel.

„WELT am SONNTAG“

…da wir leider keine Möglichkeit sehen, dass uns freundlicherweise überlassene Rezensionsexemplar „Hatte die Welt einen Schöpfer?“ in der Sektion Kunst & Kultur der WELT am SONNTAG vorzustellen, senden wir Ihnen das Buch mit vielen Dank zurück.
Welt am Sonntag Redaktion
08.01.1988; Hilke Prillmann.

Freilich habe ich mein Glück nicht nur bei den Printmedien versucht, sondern auch bei einigen Rundfunk- und Fernsehanstalten. Hier einige Antworten:

„ZDF“

…wir sind der Redaktion der Bildzeitung aufrichtig dankbar dafür, dass sie uns Ihren Brief vom 1.11.1970 weitergegeben hat.
Da Sie ja eine eigene Auffassung über die Entstehung des Kosmos haben, ist die Auseinandersetzung mit Ihren Überlegungen selbstverständlich nicht so ganz einfach.
Ich bitte Sie um Entschuldigung, dass ich infolge unserer während der Apollo-Zeit erheblichen Belastung noch nicht dazu gekommen bin, Ihnen eingehend zu antworten. Ich verspreche Ihnen, das in den nächsten Tagen nachzuholen und Ihr Manuskript dann gleich zurückzusenden.
29.11.1971; Heinrich Schiemann.

Das hat Herr Schiemann auch wahr gemacht. Hier seine Antwort:

…in mein Büro zurückgekehrt, habe ich mir noch einmal Ihr seinerzeitiges Manuskript vorgenommen. Was Sie geschrieben haben, ist zwar schon aus formalen Gründen sehr bemerkenswert, dürfte sich aber dennoch für Fernsehzwecke nicht eignen. Jedenfalls gilt dies für eine wissenschaftlichtechnische Redaktion. Vielleicht versuchen Sie es doch einmal mit einer Rundfunkredaktion. Beim Hörfunk ist man ja sehr oft an szenischen Auflockerungen interessiert.
ZDF - Programmdirektion.
27.01.1972; Heinrich Schiemann.

Das habe ich später getan, aber ebenfalls ohne den erhofften Erfolg.

„NDR“

…leider sehe ich keine Möglichkeit, Ihr Buch "Hatte die Welt einen Schöpfer?" in einem unserer Programme zu rezensieren. Die in dem Buch dargelegten interessanten Gedanken lassen eine Diskussion darüber möglicherweise auch viel nützlicher als eine Buchbesprechung erscheinen. Aber auch für eine solche Diskussion kann ich Ihnen keinen praktischen Vorschlag machen. Ich reiche Ihnen deshalb das Buch und die mir freundlicherweise überlassenen Unterlagen wieder zurück.
NDR, Landesfunkhaus Niedersachsen.
15.01.1990; Wolfgang Hausmann.

Nach diesem Brief wollte ich Frau Sack, die Sachbearbeiterin für Buchbesprechungen im Landesfunkhaus Hannover, aufsuchen, kam aber nur bis zum Pförtner. Sie wollte mich nicht empfangen. Weil der Pförtner auf meine Bitte hin eine Telefonverbindung herstellte, fragte ich sie nach dem Grund für ihre Haltung. Als Antwort sagte sie mir, sie bekäme von Verlagen täglich so viele Bücher zugeschickt, dass sie manchmal nicht mehr in ihr Büro käme, weil sich die Postsendungen im Flur und vor der Bürotür türmten. Damit sie diese Bücher nicht alle zurückschicken muss, würde sie diese an Arbeitskollegen verteilen. Was soll man dazu sagen.

„ZDF“

…vielen Dank für Ihre Zuschrift und Anregung zum weiten Themenkreis der Forschung und der menschlichen, geschichtlich-historischen Voraussetzungen in der Weiterentwicklung unserer Weltbilder.
Leider hatte ich bis jetzt keine Zeit, mich im einzelnen mit Ihren Arbeiten auseinander zu setzen. Ich würde aber gerne zu einem späteren Zeitpunkt darauf zurückkommen.
ZDF - Redaktion - Naturwissenschaft und Technik.
25.01.1993; Franz Buob.

Leider hat er sein Versprechen nicht eingelöst. Nach fast drei Jahren bekam ich meine Unterlagen mit folgendem Brief zurück:

„…wie mit Herrn Buob besprochen, erhalten Sie in der Anlage zu unserer Entlastung Ihr Buch „Hatte die Welt einen Schöpfer“ sowie diverse Unterlagen Ihrer Forschungsarbeit mit bestem Dank zurück.
ZDF - Red. Naturwissenschaft und Technik“.
27.11.1995; gez. Franz Buob, i. A. Irene Gricourt.

ARD

Nachdem die „ARD“ aus München eine sehr gut gemachte Ufodokumentation ausgestrahlt hatte, schrieb ich am 08.02.1996 Herrn Heinz Rohde an. Er war einer der Redakteure der Sendung. Diesem Schreiben legte ich wie immer mein Buch, eine Infomappe und Rückporto bei. Weil ich keine Antwort bekam fragte ich am 28.02.1997 in München an, ob ihn meine Postsendung erreicht hat und ob ich noch mit einer Antwort rechnen könnte. Als Antwort erhielt am 11.04.1997 folgenden Brief vom NDR aus Hamburg:

„…haben Sie vielen Dank für Ihren Brief vom 28. Februar 1997, den Sie an die ARD in München geschickt haben. Auf diesem Wege bis nach Hamburg ist einige Zeit vergangen, und, wir bitten die Verzögerung der Antwort zu entschuldigen. Herr Rohde lässt Ihnen ausrichten, dass er das von Ihnen erwähnte Buch, sowie die Infomappe nicht erhalten hat.“
NDR, „Zeitgeschehen“, Fernsehstudio Lokstedt.
11.04.97, L. Lindner

Daraufhin kontaktierte ich telefonisch sein Büro im Fernsehstudio in Lokstedt und durch seine Sekretärin ließ er mir später ausrichten, dass er an meiner Arbeit interessiert wäre und anfragen, ob ich ihm meine Unterlagen noch einmal schicken könnte. Diesmal aber nach Lokstedt. Nachdem er mein Buch und die Infomappe erhalten hatte, rief er am 18.04.1997 bei mir an. Während unseres Gespräches machte ich mir Notizen, die ich hier unbearbeitet wiedergebe:

„Er kann nichts für mich tun. Es gibt in seinem Dienstbereich einige einflussreiche Frauen, die wollen aus politischen Gründen diese Themen nicht, obwohl seine Ufosendungen überdurchschnittlich hohe Einschaltquoten hatten. Er selbst ist Diplom – Physiker und hat mit der Ufothematik nichts zu tun. Er selbst kann meiner Sache nicht helfen. Er hat versucht von einem Professor, ehemaliger Leiter der Sternwarte Hamburg und hohes Tier beim Max Plank Institut eine Sache durchzubringen, die schon fernsehgerecht aufgearbeitet war. Wir brauchten den fertigen Film nur noch zu senden. Alles wurde von den Frauen vom Tisch gewischt.

Ja, er hat meine Sache durchgesehen und findet alles sehr gut, kann aber wirklich nichts für mich tun. Er kennt auch keinen Verlag der mir helfen könnte. Er gibt mir aber den wirklich heißen Tipp, alles noch einmal direkt an den Programmdirektor zu schicken. Dann kommt der Auftrag von ganz oben wieder auf seinen Tisch und die Frauen sind nicht in der Lage, es zu verhindern. Nein, er hat mit der Ufothematik nichts zu tun. Er bekam vom Programmdirektor den Auftrag die Sendungen „Von Ufos entführt“, „Und es gibt sie doch“ , zu machen, weil sich dafür kein anderer fand, der es machen wollte. Gut hat er gesagt, wenn es kein anderer macht, dann mache ich es eben.

Ich habe dann genau wie bei allen anderen Arbeiten die ich mache recherchiert und aufgearbeitet. Insgesamt 14 Monate und dabei auch Physiker und Geheimdienstler befragt. Was glauben Sie, was diese Sendungen für Resonanz hatten. Wir haben dann Material aus aller Welt bekommen, gutes Material, damit hätten wir zwei Jahre regelmäßig gute Sendungen machen können; aber wir sind damit hier nicht durchgekommen. Alles wurde ordnungsgemäß per Einschreiben an die Absender zurückgeschickt. Ich bin sicher, dass wir ganz tolle Einschaltquoten gehabt hätten. Ich kann Ihnen nur nochmals raten, alles an den Programmdirektor zu schicken. Allerdings ohne zu erwähnen, dass Sie mich schon angeschrieben haben. Einfach so: Sehr geehrter Herr Dr. Jürgen Kellermeier, mit großem Interesse habe ich die beiden Sendungen ectr.“

Das tat ich dann auch mit Brief vom 28.04.1997 und erhielt folgendes Schreiben:

…haben Sie vielen Dank für Ihre umfangreichen Unterlagen, die der Programmdirektor an mich, den Leiter der Feature-Redaktion, weitergeleitet hat. Ich habe den Kollegen Heinz Rohde, den Autor unserer beiden UFO-Produktionen, gebeten, sich des Vorschlags anzunehmen. Ich werde Sie über seine Reaktion informieren“.
Zeitgeschehen – Feature und Ausland.
13.05.1997; Jürgen Bertram.“

Weil ich danach nichts hörte, rief ich am 27.04.1998 beim NDR in Lokstedt an um Herrn Rohde zu sprechen. Hier die Telefonnotizen stichwortartig:

„Herr Rohde ist noch nicht im Haus. Er kommt in Kürze. Habe um Rückruf gebeten. Rückruf von Herrn Rohde (langes Telefonat). Er sagt, er hat auftragsgemäß einen Film vorbereitet. Dazu hat und muss er ein umfangreiches Expose anfertigen, in dem alle im Film vorkommenden Personen, Ereignisse, Orte, Themen ganz genau aufgelistet sein müssen. Dieses Art Drehbuch wird dann einem Gremium vorgelegt, das Sendezeit und Geld bewilligen muss. Dieses Gremium besteht aus fünf Personen. Davon haben drei das Thema abgelehnt. Damit war die Sache gestorben. Er hat von April bis September an der Sache gearbeitet. Im September hat er im Einvernehmen mit dem Programmdirektor, den er erst kürzlich im Fahrstuhl getroffen und mit ihm über meine Sache gesprochen hat, das fertige Drehbuch dem Gremium vorgelegt. Er wollte aber nochmals nachfragen, wo meine Unterlagen geblieben sind. Er meldet sich wieder.“

Rückruf von Herrn Rohde am 27.04.98 gegen 18:30 Uhr:
„Er wollte mir nur nochmals mitteilen, dass aufgrund seiner Nachfrage nur rausgekommen sei, dass sein Filmvorschlag abgelehnt wurde, obwohl dieses Thema hohe Einschaltquoten gebracht hätte. Über den Verbleib meiner Unterlagen habe er nichts herausgefunden. Er habe aber meinen Vorschlag an sein Pinnbrett geheftet und sobald er einen Film macht, in den das Thema passt, will er meine Sache mit einbauen. Mehr könne er für mich nicht tun.“
(Ende des Telefonats)

Später erhielt ich noch folgendes Schreiben:

„Lieber Herr Jung,
vielen Dank für Ihren Brief, in dem Sie nach der Möglichkeit fragen, in unserem Programm über die Themen Ihres Buches „Hatte die Welt einen Schöpfer?" zu diskutieren. Der Programmdirektor hat mich, den Leiter der Redaktion Ausland/Feature, gebeten, dieses Schreiben zu beantworten. Ein konkreter Sendeplatz für diese Thematik steht derzeit nicht zur Verfügung; wir werden aber auf Sie und Ihr Fachwissen zurückkommen, wenn es einen entsprechenden Anlass gibt.
Zeitgeschehen – Feature und Ausland.
02.06.1998; Jürgen Bertram.“

Unterhalten sich zwei Fische…

Dabei ist es bis heute geblieben. Was haben Herrn Rohdes „UFOS“ nun mit der Relativitätstheorie zu tun? Vielleicht kann ich das am besten mit einer kleinen Parabel verdeutlichen. Da unterhalten sich zwei Fische, die vorwiegend auf dem Meeresgrund leben. Sagt der eine zum anderen: „Als ich neulich mit einem kräftigen Sprung aus dem Wasser schnellte, sah ich über mir eigenartige Tiere. Sie konnten aus dem Stand heraus steil nach oben steigen, blieben regungslos dort stehen, ließen sich dann fallen und rasten mit einer Geschwindigkeit über die Wasseroberfläche, die auch die besten Schwimmer unter uns niemals erreichen können“. Antwortet der andere: „Das kann nicht sein. Du musst dich getäuscht haben. Aufgrund der Relativitätstheorie von unserem Genie Zweistein ist unsere Wissenschaft sicher, dass der Raum über dem Wasser leer ist. Wo es aber nichts gibt, in dem sich diese Tiere halten könnten, kann es sie auch nicht geben“.

Mit anderen Worten: Wenn es keine Luft gibt, kann es auch keine „Luftschiffe“ geben und ohne Äther, keine „Ätherschiffe“. Weil Einstein mit seiner Relativitätstheorie dafür gesorgt hat, dass der Äther im Weltbild der Wissenschaft nicht vorkommt, bestreiten unsere Gelehrten, dass es sich bei den gesichteten Ufos um Ätherschiffe handelt. Sollten sie die Relativitätstheorie eines Tages aufgeben, werden sie früher oder später diese Ansicht revidieren müssen. Das kann aber dauern und darum werde ich das wohl nicht mehr erleben. Auch dieser Aufsatz wird das nicht beschleunigen.

Tills Leserbrief aus Argentinien

Den Grund dafür formulierte Herr Till aus Argentinien in einem Brief wörtlich so: …“ Allerdings ist die etablierte Wissenschaft weltweit hoffnungslos verstaatsbürokratisiert und in einander befehdende, futterkrippenorientierte Disziplinen gespalten, die den religiösen Sinn des Forschens längst vergessen haben. Der moderne Zweckforscher erweist sich in der Regel als ein bedauernswerter, scheuklappenbehangener Fachidiot, emsig damit beschäftigt, das Pulverfass anzuzünden, auf dem er sitzt.

Reine Forschung hingegen ist die intellektuelle Form, Neugier zu befriedigen. Der intelligente, leiblich gesättigte Mensch ist ständig auf der Suche nach seiner „höheren Bestimmung“. Der Antrieb dazu kommt aus dem primitiven Unterbewusstsein, Abteilung Geltungstrieb. Der Mensch will zeigen, wer er ist. Die meist nur scheingebildeten, dafür mächtigen, Staatshäupter zeigen es durch die Anzahl ihrer Soldaten oder Atomraketen. Der Papst zeigt es durch sein Duverhältnis zu Gott. Der naturwissenschaftliche Forscher lüftet keck das Tuch, unter dem die Geheimnisse schlummern, … um sich ins Licht der Unsterblichkeit erheben zu lassen. …“

An Themen die das Selbstgefühl nicht stimulieren, sondern das Gegenteil bewirken, ist niemand sonderlich interessiert. Den modernen Menschen beschäftigt hauptsächlich nur eine einzige Frage: Wie komme ich ohne viel Aufwand und Arbeit schnell zu sehr viel Geld und großem Ansehen. Lehrte Sokrates in unserer Zeit, brauchte er nichteinmal in einer Fußgängerzone darauf bedacht zu sein, dass ihm kein Fremder zuhört wenn er einem Schüler sein Weltbild unverschlüsselt mitteilt. Würde man ihn fragen warum das so ist, wäre seine Antwort vermutlich: „Das liegt an der undurchdringlichen Finsternis die leider immer noch auf weiten Teilen der Tiefe lastet.“

Ende
 

Otto Jung
Im Döhren 7
37647 Brevörde

Tel.: 05535 / 407
Email: ottojung@online.de
Web: ottojung1.de

Brevörde im Oktober 2014.